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Ehrenamt

Das Ehrenamt ist das Fundament des städtischen Zusammenlebens. Sportvereine, Beratungsangebote wie die Telefonseelsorge, Kulturvereine von den verschiedenen Chören bis zum Kinoverein und nicht zuletzt 2 freiwillige Feuerwehren beweisen, dass sich die Neubrandenburger intensiv für ihre Stadt und ihre Mitmenschen engagieren.

Beim jährlichen Bürgerempfang der Stadt am 4. Januar in der Konzertkirche werden jedes Jahr Neubrandenburgerinnen und Neubrandenburger für deren ehrenamtliche Arbeit ausgezeichnet.

Geehrt wurden 2016 Dr. Rita Lüdtke, Helga Deichen, Eberhard Raedel, Lutz Domke und Klaus Dittmer.

Dr. Rita Lüdtke

Durch das unermüdliche Wirken von Frau Dr. Lüdtke ist Fünfeichen – eines der dunkelsten Kapitel unserer Neubrandenburger Geschichte – in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt worden. Vor über 25 Jahren wurden durch den ehemaligen Sprecherrat der AG und verantwortliche Mitarbeiter der Stadtverwaltung, zu denen Frau Dr. Lüdtke damals gehörte, die Grundlagen für die Gedenkstätte in Fünfeichen geschaffen. Über die Jahre ist die Gedenkstätte gewachsen und zu einem würdevollen Mahnmal gegen Krieg und Gewalt geworden. Unermüdlich arrangiert und organisiert Frau Dr. Lüdtke jährlich Großveranstaltungen zum Gedenken an die Opfer und hält persönlichen Kontakt zu Überlebenden und deren Familien. Durch das persönliche Engagement von Frau Dr. Lüdtke ist die Arbeitsgemeinschaft Fünfeichen der größte Opferverband in Mecklenburg-Vorpommern. Für ihr unermüdliches Tun verdient Frau Dr. Lüdtke Respekt und Hochachtung

Helga Deichen

Seit 1998 ist Frau Deichen in der Bürgerinitiative aktiv und setzt sich für die Verbesserung des Wohnumfeldes und der Lebensqualität auf dem Datzeberg ein. Immer wenn es Möglichkeiten zur Beteiligung an Entwicklungsprozessen gibt, bringt Frau Deichen sich mit viel Herzblut ein. Ob Sperrmüll- oder Parkplatzproblem, Erhalt der Grundschule oder Gestaltung des Platzes der Familie – kein Thema ist dabei zu groß oder zu klein. Ob als engagierte Vertreterin für das Wohngebiet in der Neuwoba, als Aktive im Patenschaftsprojekt „Fremde Freunde" des polylux e. V. oder in der direkten Nachbarschaftshilfe – Frau Helga Deichen ist für andere da.

Über einen Zeitraum von 5 Jahren erarbeitete Frau Deichen eine über 240 Seiten starke Chronik zur Geschichte des Datzebergs. Durch zahlreiche Gespräche mit ehemaligen sowie nach wie vor hier lebenden Datzebergern und mit hohem Rechercheaufwand hat sie es geschafft, eine lebendige Stadtteil-Chronik zu schreiben.

Eberhard Raedel

Schon bei der Gründung – Herr Raedel war zu diesem Zeitpunkt 13 Jahre alt – begann sein Engagement für die Kirchgemeinde. Ob im Kindergottesdienst, oder später als Jugendkreisleiter, ob beim Bau der ehemaligen Kapelle, der Mitarbeit im Chor und in der Bibelstunde, der Leitung von Gemeindegruppen oder als Vertreter der Gemeinde in der norddeutschen Konferenz – begleitet die Bereitschaft für andere da zu sein das Leben von Herrn Raedel. Es ist und war ihm immer ein Anliegen, dass Menschen in der Gemeinde Heimat finden und sich wohlfühlen. Zur Wendezeit vertrat er die Freikirchen am Runden Tisch und arbeitete auch viele weitere Jahre in verantwortlicher Position im ökumenischen Arbeitskreis unserer Stadt. Auch heute wirkt er als Vertreter der methodistischen Kirche in der Ökumene Neubrandenburgs mit und bereitet beispielsweise jedes Jahr in großer Treue die ökumenische Christvesper in der Konzertkirche vor. Heute sagen wir Herrn Raedel für sein jahrelanges Wirken höchste Anerkennung.

Lutz Domke

Vor 11 Jahren hat Herr Domke das Stadtorchester Neubrandenburg gegründet. Seitdem musizieren mehr als 20 ehemalige Berufs- aber auch Laienmusiker sowie zwei Sängerinnen unter seiner musikalischen Leitung. Ständig komponiert und arrangiert er um das Repertoire des Orchesters zu erweitern. Dass einzelne Mitglieder des Klangkörpers sogar 200 km Anreiseweg zur Probe auf sich nehmen, spricht für sich und die gute Gemeinschaft des Musikvereins. Um das Fortbestehen des Orchesters auch zukünftig zu sichern, unterrichtet Herr Domke auch potentiellen musikalischen Nachwuchs. Freude am gemeinsamen Spiel im Orchester ist ihm genauso wichtig, wie anderen Menschen mit den Orchesterauftritten schöne Momente zu schenken.

Klaus Dittmer

Einst selbst aktiver Sportler und im Jahre 1970 der erste WM-Teilnehmer des SC Neubrandenburg, gibt Herr Dittmer seit Jahrzehnten sein Wissen und seine Erfahrung als Übungsleiter im Bereich Kanu an junge Sportlerinnen und Sportler weiter. So hat Klaus Dittmer über die Jahre mit harter Arbeit und großem sportlichen Ehrgeiz viele erfolgversprechende junge Nachwuchstalente auf den Weg zum Siegertreppchen gebracht. Er steht täglich im Bootshaus und ist zu 100% für die jungen Athleten da. Er gibt Rat und motiviert seine Athleten zu Höchstleistungen. Dabei ist er nicht nur Trainer, sondern auch Mentor und Organisator. Unermüdlich knüpft er auf der Suche nach Förderern Verbindungen zwischen Sport und Wirtschaft. Neben seiner Tätigkeit im SC Neubrandenburg ist Herr Dittmer auch noch Schatzmeister und Vizepräsident des Landeskanuverbandes Mecklenburg-Vorpommern.